Bei den Olympischen Spielen werden die Volleyballer immer von ihren weniger bekannten Kollegen, den Faustballern, angespornt. Dabei sind beide Sportarten sehr ähnlich, allerdings hat es erstere geschafft, auch auf der ganzen Welt bekannt zu werden.

Faustball ist eine europäische Sportart, bei der sich zwei Mannschaften gegenüberstehen. Das Spielfeld ist in der Mitte durch eine Leine oder ein Netz geteilt, das in etwa zwei Meter Höhe hängt. Die Spielfläche ist 50 Meter mal 20 Meter groß. Im Spiel darf das Netz nicht berührt werden. Eine Mannschaft besteht auf fünf Spielern. Diese dürfen den Ball nur mit dem Arm oder mit der Faust spielen. Genauer gesagt muss der Ball mit der Innenseite des Unterarms geschlagen werden, oder aber mit der zur Faust geballten Hand.

Fehler geben dem Gegner einen Punkt

Ziel ist es, den Ball so ins gegnerische Feld zu bringen, dass er dort unerreichbar zwei Mal auf dem Boden landet. Ist das der Fall, gibt es einen Punkt. Gespielt wird in Sätzen bis zu 10 Punkten. Einen Punkt bekommt man, wenn der Ball vom Gegner nicht erreicht wurde. Es gibt aber auch Fehler, die zum Beispiel zum Aufschlagverlust führen oder dem Gegner direkt einen Punkt geben. Zu diesen gehören das Spielen des Balls mit anderen Körperteilen, vor allem die ausgestreckte Hand, das Berühren der Pfosten und des Netzes. Der Ball darf nach dem Aufschlag einmal den Boden berühren, muss dann aber weitergespielt werden. Oftmals ist das nur durch Hechtsprünge und großen körperlichen Einsatz möglich.

Faustball ist ein sehr deutsches Spiel, das es auch in Länder mit einem großen Auswandereranteil wie Südamerika geschafft hat. Es gibt auch Weltmeisterschaften, die von den Deutschen zwölf Mal gewonnen wurden. Andere große Faustballnationen sind Brasilien und Österreich. In Deutschland gibt es auch eine Fastball-Bundesliga, der TSV Pfungstadt ist dabei einer der besten Vereine. Die Pfungstädter haben nicht nur nationale Meisterschaften gewonnen, sondern auch international immer wieder Erfolge feiern können.